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Schwerpunkt: Umwelt und GesundheitStefania Borgo & Lucio Sibilia (2000),
Subjective and objective assessment of pollution
(Subjektive und objektive Erfassung der Umweltverschmutzung).

Umweltpsychologie 4(2), 26-42.
Dieser Artikel wurde in englisch verfasst.
Zusammenfassung:Subjektive und objektive Erfassung der UmweltverschmutzungIn einer landesweiten, an verschiedenen Orten durchgeführten Befragung wird die Bewertung der Umweltverschmutzung, einschließlich der Gewohnheiten zum Schutz der eigenen Person vor schädlichen Umweltelementen und dem Glauben an die Kontrollierbarkeit ökologischer Probleme auf gesellschaftlicher Ebene, untersucht. Autorin und Autor nehmen an, dass es möglich sein wird, umweltschützendes Verhalten und Selbstschutz vor der Umweltverschmutzung zu fördern, indem man das Wissen über psychologische und soziale Determinanten dieser Gewohnheiten nutzt. Zu diesem Zweck wurde ein spezifischer Fragebogen von einer Stichprobe von Hausarzt-Patienten ausgefüllt (N = 1283). In einer Teilstichprobe (N = 200) wurde auch der Zusammenhang zwischen dem tatsächlichen Grad der Luftverschmutzung in den Wohngebieten und der subjektiven Einschätzung der Verschmutzung durch die Befragten gemeinsam mit den selbstberichteten Bewältigungsgewohnheiten untersucht. Die subjektiven Bewertungen zeigten große Übereinstimmung mit dem objektiven Grad der Luftverschmutzung. In der gesamten Stichprobe sagte - allerdings in unspezifischer Weise - hauptsächlich die Bewertung schädlicher Umwelteinflüsse (verschmutze Luft in der Wohnung und in der Nachbarschaft, Leitungswasser und Lärm) die Häufigkeit von selbstschützendem Verhalten voraus, während der objektive Verschmutzungsgrad (dort wo er geschätzt wurde) dies nicht tat. Solch aktives Bewältigungsverhalten wurde, in Übereinstimmung mit dem Stressbewältigungsmodell von Lazarus und Folkman (1984), auch durch die Kontrollüberzeugungen gegenüber ökologischen Problemen vorhergesagt und häufiger bei Frauen, älteren Menschen und Personen mit höherem Bildungsniveau gefunden. Autorin und Autor nehmen an, dass - sieht man von soziodemographischen Variablen ab - selbstschützende Verhaltensgewohnheiten gegenüber der Umweltverschmutzung durch die subjektive Bewertung der Umweltverschmutzung und durch Kontrollüberzeugungen vorhergesagt werden können. Da beide Variablen veränderbar sind, haben diese Ergebnisse wichtige Implikationen für präventive Interventionen.
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Abstract:In a nation-wide multicentric survey, appraisals of environmental pollution were studied, including the habits of self-protection from noxious environmental elements and beliefs in the controllability of ecological problems on a societal scale. The authors assume that it will be possible to stimulate pro-environmental behaviour and self-protection from environmental pollution using the knowledge of psychological and social determinants of these habits. For this purpose, a specific questionnaire was completed by a sample of clients of family doctors (N = 1.283). In a sub-sample (N = 200), the relationship between the actual air pollution levels of living areas and the subjective appraisals of pollution given by subjects, together with their self-rated coping habits, were also examined. Subjective appraisals were found largely in accordance with the objective degrees of air pollution. In the whole sample, the appraisals also mainly predicted the frequency of self-protection from noxious environmental elements (polluted air at home and in the neighbourhood, tap water, and noise), albeit in a non-specific way, whereas objective levels of pollution (where assessed) did not. Such active coping behaviours, in accordance with Lazarus and Folkman's stress-coping model (1984), were also predicted by beliefs in controllability of ecological problems and more frequently found in women, older and better educated subjects. The authors contend that, apart from sociodemographic variables, self-protective habits from environmental pollution can be predicted from subjective appraisals of environmental pollution and from controllability beliefs. As both variables are open to modification, these results have important implications for preventive interventions.
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© 2024 Zeitschrift Umweltpsychologie, ISSN 1434-3304
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