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Schwerpunkt: Krisen und UmbrücheGregor Hagedorn & Felix Peter (2023),
Efficacy Simulations: A pattern of insufficient environmental action
(Wirksamkeitssimuationen. Ein Muster unzureichender Umweltschutzmaßnahmen).

Umweltpsychologie 27(2), 371-384.
Dieser Artikel wurde in englisch verfasst.
Zusammenfassung:In diesem Beitrag wird ein Verhaltensmuster untersucht, das zwar lösungsorientiert ist, dessen Wirkung jedoch dem zugrundeliegenden Problem nicht gerecht wird. Solche Wirksamkeitssimulationen beziehen sich auf Verhaltensweisen, Kommunikationsstrategien oder Botschaften, die ein Gefühl von Wirksamkeit erzeugen, ohne tatsächlich eine Wirkung zu erzielen, die dem zugrundeliegenden Problem angemessen ist. Zusammen mit anderen Mustern wie Greenwashing tragen Wirksamkeitssimulationen im Kontext sozial-ökologischer Krisen zur Lücke zwischen Verhalten und Wirkung bei. Wir untersuchen verschiedene Arten von Wirksamkeitssimulationen und ihre möglichen Konsequenzen für individuelle und kollektive Verhaltensänderungen. Wirksamkeitssimulationen können durchaus sinnvoll sein, bergen aber auch spezifische Risiken und können die gesellschaftliche Transformation beeinträchtigen, die für die Bewältigung komplexer sozio-ökologischer Herausforderungen erforderlich ist. Wir leiten Empfehlungen für Kommunikationsprozesse ab und weisen insbesondere darauf hin, wie wichtig es ist, verlässliche Informationen zu hochwirksamen individuellen und kollektiven Verhaltensweisen und Maßnahmen für eine nachhaltige Transformation bereitzustellen. Durch die Auseinandersetzung mit Wirksamkeitssimulationen können politische Entscheidungsträger und Akteure des sozial-ökologischen Wandels effektivere Kommunikationsstrategien entwickeln, um wirksame Verhaltensänderungen zu fördern und zu einer nachhaltigen Zukunft beizutragen.
Schlagworte:Klimakommunikation Klimakrise Lücke Nachhaltigkeit Selbstwirksamkeit Verhaltens Wirkungs
Abstract:This paper examines a behavioral pattern that is solution-oriented but creates an impact that is not adequately addressing the underlying problem. These efficacy simulations refer to behaviors, communication strategies, or messages that create a sense of efficacy without actually generating an impact that is proportional to the problem addressed. Together with other patterns like greenwashing, efficacy simulations contribute to the behavior-impact gap in the context of socio-ecological crises. We explore several types of efficacy simulations and their potential implications for individual and collective behavior change. Efficacy simulations may have valid uses, but come with specific risks and may hinder the societal transformations required to address complex socio-ecological challenges. We give recommendations for communications and especially point out the importance of providing reliable information on high-impact individual as well as collective behaviors and measures for sustainable change. By addressing efficacy simulations, policy-makers and agents of socio-ecological change can develop more effective communication strategies to foster meaningful behavior change and contribute to a sustainable future.
Keywords:Behavior Climate Communication Climate Crisis Efficacy Impact Gap Self Sustainability


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