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Schwerpunkt: Kurzum: Junge UmweltpsychologieAlma Reinboth (2020),
Die Vorstellung von Wildnis als möglicher Einflussfaktor auf die Einstellung zu Wildnis von Schülerinnen und Schülern.
Umweltpsychologie 24(1), 6-30.
Dieser Artikel wurde in deutsch verfasst.
Zusammenfassung:Die Umsetzung des Zwei-Prozent-Ziels der Nationalen Biodiversitätsstrategie für mehr Wildnis in Deutschland erfordert noch immer umfassende Flächenumnutzungsprogramme, welche auf die Akzeptanz der Bevölkerung angewiesen sind. Die vorliegende Untersuchung möchte die Wildniseinstellungen von Jugendlichen mit einem zielgruppenspezifischen Erhebungsinstrument erfass- und analysierbar machen, da diese bisher nur unzureichend in Bevölkerungsumfragen berücksichtigt wurden. Im Anschluss hieran soll der Einfluss der Vorstellungen von Wildnis auf die Einstellung zu Wildnis untersucht werden. Hierfür wurde mithilfe von explorativen und konfirmatorischen Faktorenanalysen ein bereits bestehendes Erhebungsinstrument für die Erfassung der Einstellung zu Wildnis validiert und die Faktorenstruktur des neu entwickelten Instrumentes für die Erfassung der Vorstellung von Wildnis etabliert. Es stellte sich heraus, dass die befragten Jugendlichen insgesamt positiv gegenüber Wildnis in Deutschland eingestellt waren und ihre Vorstellungen auf hohe Anforderungen an die Ungestörtheit des Wildnisgebietes schließen ließen. Zudem waren in der Vorstellung der Jugendlichen heimische Landschaften und Tiere stärker mit Wildnis verbunden als exotische. Über Partial Least Squares-Strukturgleichungsmodellierungen ließ sich darüber hinaus ein Einfluss von vier der fünf entwickelten Vorstellungsfaktoren auf die Einstellung zu Wildnis nachweisen. Die Erkenntnisse über die Ausprägung der Einstellung zu und Vorstellung von Wildnis bei Jugendlichen sowie deren prädiktiver Zusammenhang kann als Grundlage für die Konzipierung von zielgruppenspezifischen Bildungsangeboten genutzt werden.
Schlagworte:Jugendlicheneinstellungen Strukturgleichungsmodelle Vorstellungen Wildniserleben
Abstract:The implementation of the two-percent-aim of the national biodiversity strategy for more wilderness in Germany still requires comprehensive programs for the conversion of landscapes, which depend on the acceptance of the population. The present study is targeted on the collection and analysis of data on wilderness attitudes of adolescents, as these have only been taken into account insufficiently in previous surveys. Additionally, the influence of the perception of wilderness on wilderness attitudes is examined. With the help of exploratory and confirmatory factor analysis an existing questionnaire for the measurement of wilderness attitudes was validated and the factor structure of a newly developed questionnaire for capturing the perception of wilderness was established. It transpired that the questioned adolescents had positive attitudes towards wilderness in Germany and their perceptions indicated high aspirations on naturalness and purity of wilderness areas. Furthermore, native landscapes and animals were tied more closely to their wilderness perception than exotic ones. It was possible to verify an influence of four of the five developed wilderness perception factors on the attitude towards wilderness by partial least squares-structural equation modelling. The findings about the shape of wilderness perceptions and attitudes as much as the predictive relationship of the two constructs can be used as a basis for the conception of targetgroup-specific educational offers.
Keywords:Attitudes Of Adolescents Imagination Structural Equation Modelling Wilderness Experience


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© 2024 Zeitschrift Umweltpsychologie, ISSN 1434-3304
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