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Schwerpunkt: InvestitionsentscheidungenChristiana Schallhorn, Lena Kirchknopf, Nicole Kareta & Christin Schnellbacher (2019),
Zur Wirkung von Umweltberichterstattung auf umweltfreundliche Verhaltensweisen
Ein Experiment am Beispiel der Mikroplastik.

Umweltpsychologie 23(2), 151-169.
Dieser Artikel wurde in deutsch verfasst.
Zusammenfassung:Die Auswirkungen des Klimawandels oder der Verschmutzung der Weltmeere sind für den Einzelnen oft nicht direkt erfahrbar, sondern werden meist erst durch die Medienberichterstattung vermittelt. Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte zur Problematik der Mikroplastik in den Meeren geht es in dieser Studie um den Einfluss der Berichterstattung auf die Risikowahrnehmung und umweltfreundliches Verhalten. In einem Experiment in einem 2x2 Design wurde untersucht, welche Rolle der Kommunikator (Wissenschaftler vs. Politiker) und das Framing (Folgen für die eigene Gesundheit vs. Folgen für die Umwelt) spielen, um den Rezipienten zu einem umweltfreundlichem Verhalten zu motivieren. Die Ergebnisse zeigen, dass die Rolle des Kommunikators dessen Vertrauenswürdigkeit beeinflusst, was sich wiederum auf die Risikowahrnehmung und auf die Bereitschaft, umweltfreundlich zu handeln, auswirkt. Das bedeutet, dass Medien den größten positiven Einfluss auf das Verhalten der Rezipienten haben, wenn sie den Informationen des Kommunikators vertrauen, was infolgedessen zu einer höheren Risikowahrnehmung des Umweltproblems führt und deshalb die Handlungsbereitschaft steigert. Ein Effekt des Framings konnte hingegen nicht nachgewiesen werden. Die Implikationen für Forschung und Praxis der Umweltkommunikation werden diskutiert.
Schlagworte:Experiment Framing Risikowahrnehmung Umweltfreundliches Verhalten Umweltkommunikation
Abstract:The consequences of climate change or the pollution of the world’s oceans often cannot be experienced directly by the individual, but are usually only conveyed through media coverage. Against the background of the current debate on the problems of microplastics in the oceans, this study deals with the influence of news reports on risk perception and environmentally friendly behavioural intentions, such as avoiding use of plastic products or supporting environmental actions. In an experiment in a 2x2 design, the role of the communicator (scientist vs. politician) and the framing of a newspaper article (consequences for one’s own health vs. consequences for the environment) were examined among 142 students in order to stimulate the consumer to adopt environmentally friendly behaviour. The results show that a communicator in the role of a politician compared to a scientist leads to a higher trustworthiness, which in turn is positively related to the risk perception of the microplastics. The higher the risk perception, the higher the willingness of the recipients to act in an environmentally friendly way. The role of the communicator indirectly predicts whether the readers of an article want to behave more environmentally friendly in the future. An effect of framing, however, could not be shown. The implications for research and practice of environmental communication will be discussed.
Keywords:Environmental Communication Environmentally Conscious Behaviour Experiment Framing Risk Perception


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© 2024 Zeitschrift Umweltpsychologie, ISSN 1434-3304
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