Artikeldetails


Schwerpunkt: Der Einfluss von physischer Umwelt auf den Menschen: Erholung, Wohlbefinden, Gesundheit und LebensqualitätRenate Eder, Brigitte Allex & Arne Arnberger (2016),
Einfluss von städtischen Erholungsgebieten auf Wohlbefinden, Konzentrationsfähigkeit und Stressempfinden von Jugendlichen.
Umweltpsychologie 20(2), 15-35.
Dieser Artikel wurde in deutsch verfasst.
Zusammenfassung:Nur wenige Studien untersuchten bisher die Gruppe der Jugendlichen hinsichtlich ihrer Wahrnehmung von restorativen Effekten in Erholungsgebieten und ihrer Präferenzen für Erholungsorte, die sich besonders zur Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit, zum Stressabbau und als soziale Treffpunkte eignen. In dieser Studie wurden Jugendliche (N= 207) im Alter von 12 bis 26 Jahren anhand von face-to-face Interviews in unterschiedlichen Wiener Erholungsgebieten befragt inwieweit sie diese Orte als erholsam empfinden, und ob sie durch ihren Aufenthalt Stress abbauen und Konzentrationsfähigkeit aufbauen konnten. Die Definition von Jugendlichen orientiert sich dabei an Hurrelmann (2007), der eine Altersspanne von 11 bis 30 Jahren angibt. Die ausgewählten Befragungsorte folgten dabei einem Gradienten von urbanen Plätzen mit wenig Grün bis hin zu naturnahen Grünflächen und von Gewässern geprägten Gebieten. Zudem beurteilten die Jugendlichen Bilder von Erholungsgebieten nach ihrer Eignung zur Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit, zum Stressabbau und als sozialer Treffpunkt. Varianzanalysen zeigten, dass die Jugendlichen in den naturnäher gestalteten Befragungsorten vermehrt restorative Effekte wahrnahmen. Basierend auf dem Bilderranking beurteilten sie ein Stillgewässer und einen Landschaftspark mit einer großen Liegewiese als am besten geeignet um restorative Effekte hervorzurufen. Stärker urban geprägte Grünräume wurden hingegen als weniger geeignet empfunden. Somit zeigt diese Studie, dass Jugendliche, ähnlich wie Erwachsene, naturnäheren Gebieten höhere restorative Wirkungen als urbanen Gebieten zuschreiben.
Schlagworte:Erholungsgebiete Konzentrationsfähigkeit Stressabbau Umweltwahrnehmung Wohlbefinden
Abstract:Little research has investigated the group of adolescents regarding their restorative perceptions of recreation areas and their preferences for such places for attention restoration, stress relief and as place for social gathering. This study used face-to-face interviews and asked adolescents (N= 207) between 12 and 26 years of age in different types of recreation areas of Vienna whether they perceive these environments as restorative and whether they believe that a stay in these environments can increase their attention capacity and reduce stress. This study used Hurrelmann’s definition of adolescents with an age span between 11 and 30 years (2007). The adolescents also ranked images of different recreation areas regarding their capability to increase their attention capacity, to reduce stress and as social meeting point. Analyses of variance indicate that the adolescents perceived more restorative effects in the natural environments. They assigned images displaying a standing water body and a larger lawn to relax the highest potential for restorative effects while the images of urban shaped recreation areas were evaluated as less suitable. This study shows that adolescents perceive, like adults, natural green spaces as more restorative than urban open spaces.
Keywords:Attention Being Environmental Perception Recreation Areas Stress Relief Well


Zum Inhaltsverzeichnis

Aktuelle Ausgabe

Aktuelle Ausgabe: Rebound-Effekte

Suche

© 2024 Zeitschrift Umweltpsychologie, ISSN 1434-3304
Impressum | Kontakt