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Schwerpunkt: Mobilitätspsychologie: Wissenschaft trifft PraxisStefan Rögele, Petra Schweizer-Ries & Conny H. Antoni (2015),
Akzeptanz des gesteuerten Ladens von Elektrofahrzeugbatterien
Qualitative Ergebnisse aus einer Feldstudie.

Umweltpsychologie 19(1), 27-51.
Dieser Artikel wurde in deutsch verfasst.
Zusammenfassung:Das gesteuerte Laden von Elektrofahrzeugbatterien wird von vielen als die Möglichkeit angesehen, die Elektromobilität für die Umsetzung der Energiewende nutzbar zu machen. Die vorliegende Studie beschäftigt sich damit, wie diese neue Technologie (das gesteuerte Laden), die sowohl eine direkte NutzerInneninteraktion erfordert, als auch zugleich von Dritten gesteuert wird, von den Nutzenden erlebt, bewertet und genutzt wird. Damit einhergehend stellt sich die Frage, wie Aspekte bestehender Theorien dieses Erleben, die Bewertung und Nutzung erklären können, oder ob diese um neue Aspekte erweitert werden müssen. In einem qualitativen Vorgehen wurden zunächst Interviews mit 40 FahrerInnen von Elektroautos geführt. Ihnen wurde über einen sechs Monate andauernden Feldtest das gesteuerte Laden zur Verfügung gestellt. Mit einer Inhaltsanalyse wurden im Anschluss induktiv erste Kategorien gebildet, die sich vor allem in übergeordneten, aus dem Technologieakzeptanzmodell abgeleiteten Kategorien einordnen ließen. Diese übergeordneten Kategorien waren die Nutzung der Technologie, ihre wahrgenommene Nützlichkeit und Einfachheit der Nutzung. Die Ergebnisse zeigen die Notwendigkeit, dass die Bewertungsebene nicht nur eine persönliche Ebene (persönliche Nützlichkeit) umfassen sollte, sondern um eine kollektive Ebene (kollektive Nützlichkeit) erweitert werden muss. Nur so ist die Akzeptanz des gesteuerten Ladens vollständig zu erfassen. Diese Unterscheidung sollte auch in künftigen Studien, die nachhaltige Energietechnologien untersuchen, eine Rolle spielen.
Schlagworte:Feldforschung Informationstechnologie Nachhaltige Mobilität Technologieakzeptanz Umweltverhalten
Abstract:Smart charging of batteries of electric vehicles is seen by many as a possibility to utilise electro mobility for the realisation of the energy transition. This article looks at how this new technology (smart charging), that requires a direct user interaction and is at the same time controlled by a third party, is experienced, appraised and used by the users. Associated therewith, the question raises how facets of existing theories can explain the experience, appraisal and use or whether these have to be extended by new facets. With a qualitative approach, 40 drivers of electric vehicles were interviewed initially. Smart charging was provided to them during a six-month lasting field test. Subsequently, first categories were formed inductively with a content analysis. Those categories could be integrated into superordinate categories, which were deduced from the technology acceptance model. Those superordinate categories were use of the technology, its perceived usefulness and ease-of-use. The results show the necessity that the appraisal should not only cover a personal level (personal usefulness), but has to be extended by a collective level (collective usefulness). This is the only way to fully cover the acceptance of smart charging. This distinction should also play a role in future research, which study sustainable energy technologies.
Keywords:Conservation (ecological Behavior) Field Research Information Technology Sustainable Mobility Technology Acceptance


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© 2024 Zeitschrift Umweltpsychologie, ISSN 1434-3304
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