Artikeldetails


Schwerpunkt: Energie (Teil 1)Torsten J. Gerpott & Mathias Paukert (2013),
Einflussfaktoren der Zahlungsbereitschaft von Haushaltskunden für kommunikationsfähige Messsysteme:
Eine empirische Untersuchung.

Umweltpsychologie 17(2), 55-81.
Dieser Artikel wurde in deutsch verfasst.
Zusammenfassung:Im Rahmen der Umstrukturierung der Energieversorgung in Deutschland sollen private Haushalte zunehmend mit kommunikationsfähigen Messsystemen (KMS oder „smart meter“) ausgestattet werden. KMS verursachen erhebliche Beschaffungs- und Betriebskosten. Für Betreiber solcher Systeme besteht eine Möglichkeit zur Rückgewinnung ihrer Kosten darin, Endkunden Preisbausteine für KMS explizit in Rechnung zu stellen. Die Tragfähigkeit einer derartigen Strategie hängt wesentlich von der Zahlungsbereitschaft (ZB) privater Stromkunden für KMS und einem Verständnis von Einflussfaktoren der ZB ab. Die vorliegende Arbeit entwickelt deshalb zehn Hypothesen zu direkten und indirekten Assoziationen von sieben Variablen mit der ZB für KMS. Die Hypothesen werden in einer Stichprobe von 431 deutschsprachigen privaten Stromkunden geprüft, die an einer Online-Befragung teilnahmen. Eine PLS-Analyse der Befragungsdaten offenbart, dass die Absicht, das eigene Stromverbrauchsverhalten bei einer Haushaltsausrüstung mit einem KMS zu ändern, und das Vertrauen in den Schutz persönlicher KMS-Daten am stärksten direkt mit der KMS-ZB verknüpft sind. Die von KMS erwartete Stromkonsumeinsparung hingegen trägt kaum zur Erklärung der KMS-ZB bei. Insgesamt können die untersuchten potenziellen Antezedenzen aber fast 75% der Kriteriumsvarianz nicht erhellen. Aus den Ergebnissen werden Schlussfolgerungen für Betreiber von KMS/Stromlieferanten und weiterführende interdisziplinäre Studien gezogen.
Schlagworte:Einstellungen zur Umwelt Energiesparen Haushaltsstromkunden Kom Munikationsfähige Messsysteme Für Strom Partial Least Squares (pls)
Abstract:As part of the move toward renewable energy sources in Germany it is expected that an increasing number of residential households will be equipped with communication-capable (advanced) electricity metering systems (CMS). CMS cause considerable procurement and operating expenses. For providers of such systems one avenue to recoup CMS costs is to explicitly invoice various CMS price components to end customers. The sustainability of this strategy is heavily dependent on residential electricity customers’ willingness-to-pay (WTP) for CMS and an understanding of factors that have an impact on WTP. Therefore, the present article develops ten hypotheses on direct and indirect associations between seven variables and WTP for CMS. The hypotheses are tested in a sample of 431 German-speaking residential electricity customers who filled in an online questionnaire. PLS analysis of the survey data reveals that the intention to change one’s electric power consumption behaviors after CMS deployment and trust in the protection of personal CMS data are the constructs most strongly and directly related to WTP for CMS. In contrast, expectations regarding CMS-triggered electricity volume savings contributed little toward explaining WTP. Overall, the considered WTP antecedents left almost 75% of the criterion variance unaccounted. Implications of the findings are discussed for CMS providers/electricity suppliers and future interdisciplinary scholarly research projects.
Keywords:Capable (advanced) Electricity Metering System Communication Energy Conservation Environmental Attitudes Household Electricity Customers Partial Least Squares (pls)


Zum Inhaltsverzeichnis

Aktuelle Ausgabe

Aktuelle Ausgabe: Rebound-Effekte

Suche

© 2024 Zeitschrift Umweltpsychologie, ISSN 1434-3304
Impressum | Kontakt