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Schwerpunkt: Umweltpolitische Steuerung und Beratung aus psychologischer SichtHeike Köckler (2011),
MOVE: Ein Modell zur Analyse umweltbezogener Verfahrensgerechtigkeit.
Umweltpsychologie 15(2), 93-113.
Dieser Artikel wurde in deutsch verfasst.
Zusammenfassung:Umweltbezogene Verfahrensgerechtigkeit bedeutet, dass alle Bewohnerinnen und Bewohner vergleichbare Möglichkeiten haben, sich an umweltpolitisch relevanten Entscheidungsprozessen zu beteiligen oder diese zu initiieren. Verfahrensgerechtigkeit wird bislang vor allem tag heuer replica aus Sicht der Verfahren analysiert. Um den Stand der Forschung zu erweitern, wird in diesem Theoriebeitrag die Perspektive von Haushalten eingenommen. Mit Hilfe des Modells MOVE (Model On households' Vulnerability towards their local Environment) wird beschrieben, von welchen Faktoren es abhängt, wie Haushalte mit der Umweltgüte in ihrem Wohnumfeld umgehen. Ausgehend vom sozialwissenschaftlichen, umweltbezogenen Vulnerabilitätskonzept determiniert das Zusammenspiel aus Umweltgüte und Bewältigungskapazität das Handeln Betroffener als Reaktion auf Umweltgüte. Eine Möglichkeit zum Coping besteht darin, sich in umweltpolitisch relevante Entscheidungsprozesse einzubringen. MOVE wendet mit der Theorie des geplanten Verhaltens und der Ressourcenerhaltungstheorie zwei verhaltenswissenschaftliche Theorien an, um das Zusammenspiel von Bewältigungskapazität, Umweltgüte und Coping-Handlung zu erklären. Es wird ausgehend vom Konzept der Chancengerechtigkeit davon ausgegangen, dass sich die Bewältigungskapazität zwischen Haushalten unterscheidet und somit Aspekte umweltbezogener Ungerechtigkeit erklären kann. Die hier eingenommene Haushaltsperspektive bietet erweiterte Anknüpfungspunkte für Strategien umweltbezogener Gerechtigkeit, wie abschließend aus raumplanerischer Perspektive skizziert wird.
Schlagworte:Ressourcenerhaltungstheorie Theorie Des Geplanten Verhaltens Umweltbezogene Gerechtigkeit Umwelteinstellung Verfahrensgerechtigkeit
Abstract:Procedural environmental justice stands for equal opportunities for all citizens to initiate or take part in decision making processes. Up to now procedural justice has mainly been analyzed by examining procedures. In this theoretical paper the behavior of households who are exposed to environmental burdens are considered. MOVE (Model On households’ Vulnerability towards their local Environment) is a theoretical model showing which factors determine households coping intentions and actions towards their local environment. According to the socio-environmental vulnerability approach it is an interaction of environmental quality and coping-capacity that determines the behavior of exposed people. One option to cope with a local environmental situation is to initiate or to take part in environmental decision making processes. MOVE applies two behavioral theories to explain the interaction of coping capacity, environmental quality, and coping behavior. These are the Theory of Planned Behavior and the Conservation of Resource Theory. According to the approach of equal opportunities it is assumed that the coping capacity differs amongst households. Therefore coping capacity is able to explain aspects of environmental injustice. The focus on households offers new points for strategies to face environmental injustice. These will be sketched regarding spatial planning.
Keywords:Conservation Of Resource Theory Environmental Attitudes Environmental Justice Procedural Justice Theory Of Planned Behavior


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© 2024 Zeitschrift Umweltpsychologie, ISSN 1434-3304
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