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Schwerpunkt: UmweltgerechtigkeitDörte Martens (2012),
Turning Brownfield into Greenspace: A case study analyzing restorative effects
(Brachen zu Grünraum: Eine Fallstudie zur Analyse von Erholungseffekten).

Umweltpsychologie 16(2), 162-173.
Dieser Artikel wurde in englisch verfasst.
Zusammenfassung:Natürliche Umwelt bietet Erholung für mentale Ermüdung und erleichtert ausserdem sozialen Kontakt. Insbesondere die Merkmale „Fort sein vom Alltag“ („Being away“), “Faszination” („Fascination“), “Stimmigkeit” („Coherence“) und “Vereinbarkeit” („Compatibility“) führen zum Erholungserlebnis. Bisher wurde die Wirkung vor allem in Querschnittsstudien belegt. Die vorliegende Studie, ein explorativer Ansatz über drei Messzeitpunkte, verbindet Erholung mit motivationalen Aspekten in einem Gemeinschaftsgartenprojekt. Dazu wurden während der Zeit von 16 Monaten Daten erhoben zum Prozess der wahrgenommenen Erholung in einem temporären interkulturellen Gartenprojekt in Zürich, Schweiz. 18 Teilnehmende, die einen Teil des Gartens bewirtschafteten, nahmen an der Befragung teil. Die wahrgenommene Erholsamkeit (“perceived restorativeness”) zeigt sich über die Zeit stabil, obwohl sich die physische Erscheinung der Gartenfläche massgeblich verändert. Die Motivation, im Gartenprojekt teilzunehmen, verändert über die Zeitdauer hinweg. Die Ergebnisse zeigen, dass weitere, mediierende Faktoren wie etwa die Vertrautheit oder Sinnstiftung des Ortes stärker in zukünftiger Forschung integriert werden sollten, wenn es um die Analyse von Erholung geht. Möglicherweise stellen interkulturelle Gärten eine wertvolle Quelle für soziale Prozesse und Aktivierung innerhalb urbaner Quartiere dar. Abschliessend werden Implikationen für weitere Forschung, insbesondere Studien im Längsschnittdesign zur wiederholten Erfahrung von Erholung in der Natur, gegeben.
Schlagworte:Brachfläche Erholung Interkultureller Garten Umwelteinstellungen Umweltpsychologie Urbane Entwicklung
Abstract:Natural environments provide restoration for mental fatigue and facilitate social contact. The characteristics “being away”, “fascination”, “coherence” and “compatibility” prove to be restorative. However, the effect has been analysed in cross-sectional studies in most research settings so far. In this study, an explorative approach links restoration with motivational aspects of a community gardening project, using measures at three different times. During 16 months the process of perceived restorativeness in a temporary intercultural garden project in Zürich, Switzerland, gets analysed. 18 participants, using a piece of land for gardening, participated in the research study. Perceived restorativeness shows some stability over time, even though the physical appearance changed substantially. Motivations to participate in the project change over time. Results suggest that mediating factors such as meaning of place or familiarity need to be focused in future when analysing restoration. The potential of intercultural gardening providing a valuable source for community processes and activation is discussed. Implications for further research, especially longitudinal studies to consider the effect of repeated restorative experiences, are given.
Keywords:Derelict Land Derelict Landment Environmental Attitudes Environmental Psychology Intercultural Garden Restoration Urban Development


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© 2024 Zeitschrift Umweltpsychologie, ISSN 1434-3304
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