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Schwerpunkt: Freizeitverhalten und Tourismus in Natur und LandschaftCarsten Mann (2009),
Wenn das Erholungserlebnis gestört wird: Die Anwendung eines sozial-psychologischen Konfliktanalysemodells .
Umweltpsychologie 13(2), 62-81.
Dieser Artikel wurde in deutsch verfasst.
Zusammenfassung:Ausgangspunkt dieser Untersuchung sind quantitative und qualitative Nutzungsänderungen im Bereich der naturbezogenen Erholung, die zu ökologischen und sozialen Belastungen bishin in Folge zu Konflikten führen können. Die vorliegende Untersuchung beschäftigt sich mit den Möglichkeiten Erholungskonflikte aktivitätsspezifisch zu analysieren. Als Untersuchungsraum wurde der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord gewählt. Ein zunächst quantitativ-empirischer Teil diente der Erstellung eines sozialen Profils, in dem exemplarisch die Verschiedenartigkeit von Aktivitätsgruppen und ihre Konfliktempfindungen erfasst wurden. Die Ergebnisse der Gruppen Wandern, Reiten, Mountainbiken und Gleitschirm-/Drachenfliegen werden vorgestellt und analysiert (N = 601). 601 organisierte Erholungssuchende aus 80 Vereinen wurden im Zeitraum Juli bis November 2003 befragt. Für die Konfliktanalyse wurde ein auf der Erholungskonflikttheorie basierendes Modell erweitert und empirisch getestet. Die Qualität des Erholungserlebnisses wurde individuell bewertet und in Beziehung zu fünf Einflussfaktoren und vier Motivgruppen gesetzt, deren Einfluss auf Konfliktempfindungen hypothetisch unterstellt wurde. Identifizierte Konfliktpotenziale umfassen infrastruktur- bzw. bewirtschaftungsbedingte- sowie soziale Störungen. Diese wurden von aktivitätsspezifischen Charakteristika wie der Bindung zur Landschaft, zur Aktivität, den individuellen Erfahrungen und Erwartungen aber orologi replica italia auch durch unterschiedliche Motive beeinflusst. In einem zweiten Schritt, wurden die Ergebnisse mithilfe von Experteninterviews validiert und interpretiert. Chancen und Grenzen für die Anwendung des Analysemodells werden aufgezeigt und Möglichkeiten des Konfliktmanagements diskutiert.
Schlagworte:Erholung Erholungsgebiete Konflikt Natur Sport
Abstract:The recreational use of many areas, especially in close proximity to urban centers, is characterized by an increasing number of visitors and new leisure activities. Apart from ecological conflicts, social conflicts arise between the different types of users. This study explores the recreational demands of different nature sports groups in the Black Forest Nature Park in Germany and their conflict perceptions as a function of infrastructure, forest management and other users. Results from hikers, horse riders, mountain bikers and hang gliders are presented and analyzed in depth (N = 601). A quantitative survey of 601 recreationists belonging to 80 nature sports clubs was carried out in the summer and autumn of 2003. A multi-step conflict model was developed, applied and tested in the Nature Park. Core elements of the model are conflict factors and motives describing the social world of these activity groups. The main conflict potentials were due to infrastructure and value conflicts. These were influenced by various visitor characteristics like resource attachment, activity-style, experiences, expectations, and motives. These results of the quantitative data analysis were further interpreted by interviews with agency and group leaders. This paper discusses the identified conflict potentials and the related possibilities and limitations of using the model for today’s recreation planning and management.
Keywords:Conflict Nature Recreation Recreation Areas Sports


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© 2024 Zeitschrift Umweltpsychologie, ISSN 1434-3304
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