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Schwerpunkt: Naturbilder und Naturverhältnisse in Zeiten der GlobalisierungChristoph Görg (2005),
Die Glokalisierung der Naturverhältnisse - Kultur, Politik und Gesellschaft in der Biodiversitätspolitik.
Umweltpsychologie 9(2), 110-125.
Dieser Artikel wurde in deutsch verfasst.
Zusammenfassung:Im Rahmen der Biodiversitätspolitik hat sich in den letzten Jahren ein sehr komplexes Politikfeld entwickelt, das einerseits internationale Abkommen umfasst, andererseits aber auch den lokalen Bedingungen in naturräumlicher wie in sozialer und kultureller Hinsicht eine besondere Bedeutung zuspricht. Entsprechende Zusammenhänge werden unter dem Begriff des lokalen bzw. indigenen Wissens diskutiert. Der Beitrag geht der Frage nach, was sich hinter diesen Begriffen verbirgt und welcher Zusammenhang zwischen unterschiedlichen Kulturen und der Natur dabei jeweils entworfen wird. Dabei wird herausgearbeitet, inwieweit kulturelle Unterschiede in der Wahrnehmung und Handhabung der Natur für die Erhaltung biologischer Vielfalt von Bedeutung sind. Diese Bedeutung wird dabei nicht in substantiellen Differenzen zwischen wesensmäßig unterschiedenen Kulturen gesehen, sondern im Hinblick auf ein kulturell tradiertes, lokal verankertes Wissen. Die Chancen dieses lokalen Erfahrungswissens werden abschließend in der gegenläufigen Bewegung einer lokalen Verankerung von Globalisierungsprozessen diskutiert und die Chancen zu Gestaltung gesellschaftlicher Naturverhältnisse im Kontext von Global Environmental Governance einzuschätzen versucht.
Schlagworte:Indigenes Wissen Kulturelle Vielfalt Schutz der Biodiversität Sozial Ökologie
Abstract:In recent years Biodiversity Politics evolved as a complex policy field encompassing international treaties as well as the acknowledgement of local distinctions in relation to environmental and cultural conditions. Therefore, the terms Local Knowledge or Indigenous Knowledge are introduced. In the following contribution the meaning of these terms is analysed concerning cultural varieties in the perception and handling of nature and their contribution to the preservation of biological diversity. Cultural diversity, as is shown, does not mean in this context substantial differences between essential fixed cultures but is related with a culturally established locally anchored knowledge. The prospects of these local cultures and their culturally embodied „know-how” to shape their own relationships with nature are analysed finally in respect to the opposing tendencies of globalisation and localisation, which means, in the process of glocalisation in the context of Global Environmental Governance.
Keywords:Cultural Diversity Diversity Indigenous Knowledge Preservation Of Bio Social Ecology


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© 2024 Zeitschrift Umweltpsychologie, ISSN 1434-3304
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