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Schwerpunkt: Umweltschutz in UnternehmenNicole Bauer & Marcel Hunziker (2004),
Wildnis in der Schweiz - Eine qualitative Studie zu den Einstellungen zu Verwilderung und zur Ausweisung neuer Wildnisgebiete.
Umweltpsychologie 8(2), 102-123.
Dieser Artikel wurde in deutsch verfasst.
Zusammenfassung:Die vorliegende Studie untersucht die Einstellungen zu Verwilderung, um die Hintergründe befürwortender und ablehnender Haltungen innerhalb der Wildnisdebatte besser zu verstehen. Diese Debatte entwickelte sich in den letzten Jahren, da der sinkende Flächenbedarf in der Land- und Forstwirtschaft Entscheidungen über die Verwilderung zahlreicher Flächen notwendig macht. Im Rahmen der Studie wurden problemzentrierte Interviews mit EinwohnerInnen aus vier von Verwilderung betroffenen Regionen der Schweiz durchgeführt. Die Auswertung der Interviewtranskripte erfolgte auf der Grundlage der Grounded Theory und führte zur Bildung einer Typologie des Mensch-Wildnis-Verhältnisses, die drei Argumentationsmuster in Bezug auf die Haltungen zu Verwilderung beschreibt. Die Argumentationsweisen der "konservativen WildnisgegnerInnen", der "erlebnisorientierten WildnisgegnerInnen" und der "WildnisanhängerInnen" beinhalten neben anderen Aspekten jeweils mehrere der in den Typologien zur Mensch-Natur-Beziehung von Kellert (1980) und in der Typologie der Naturerfahrungsarten von Bögeholz (1999) beschriebenen Haltungen. Die gefundenen Ergebnisse weisen zudem auf die Notwendigkeit einer partizipativen und den lokalen Gegebenheiten angepassten Ausweisung von Wildnisgebieten hin.
Schlagworte:Einstellungen zur Umwelt Interview Naturschutz Qualitative Methoden Wildniserleben
Abstract:The present study investigates the attitudes towards rewilding in order to understand the underlying ideas and backgrounds of the people arguing in favor or against wilderness in the ongoing debate. Rewilding has become an issue as the decreasing need for agricultural and forest lands calls for decisions about the development of many such areas. In the present study we conducted problem-centered interviews with the local people of four regions of Switzerland affected by the abandonment of formerly cultivated lands. The transcribed conversations were analyzed by means of a grounded theory approach, which led to a typology of the person-wilderness-relationship characterized by three different positions regarding rewilding. In addition to other aspects the "conservative wilderness objectors", "experience oriented wilderness objectors" and the "wilderness supporters" contain several of the mindsets of the typologies of the person-nature-relationship by Kellert (1980) and the typology of nature experiences by Bögeholz (1999). The results also suggest that the establishment of wilderness zones should be a participatory process well adapted to the local situation.
Keywords:Environmental Attitudes Interview Nature Conservation Qualitative Methods Wilderness Experience


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© 2024 Zeitschrift Umweltpsychologie, ISSN 1434-3304
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