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Schwerpunkt: Umweltpsychologie in der inter-/transdisziplinären UmweltforschungJens Klusemann, Klaus Sauerborn, Christian Muschwitz, Ralf Becker, Claudia Bauer & Conny H. Antoni (2003),
Zielgruppenspezifische Modelle zur Beschreibung und Erklärung umweltrelevanter Entscheidungen in der Wirtschaft: Ergebnisse einer interdisziplinären Forschungsgruppe .
Umweltpsychologie 7(2), 114-133.
Dieser Artikel wurde in deutsch verfasst.
Zusammenfassung:Können zur Erklärung umweltrelevanten Handelns und zur Ableitung zielgerichteter Interventionen in der Wirtschaft allgemeine Theorien der Umweltpsychologie herangezogen werden oder wären hierzu zielgruppenspezifische Modelle geeigneter? Diese Frage wird diskutiert auf der Basis der zusammengefassten qualitativen und quantitativen Ergebnisse dreier vernetzter, interdisziplinärer Untersuchungen aus dem Sonderforschungsbereich "Umwelt und Region" an der Universität Trier. Die untersuchten Zielgruppen sind (1) betriebliche Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger von Unternehmen der Branchen Metall, Kfz, Holz und Nahrung, (2) Bauherrinnen und -herren sowie (3) Architektinnen und Architekten. Die Ergebnisse dieser Studien zeigen, dass zielgruppenspezifische Modelle einfachen allgemeinen Modellen bezüglich der Erklärung umweltrelevanten Handelns und zur Ableitung spezifischer Interventionen in der Wirtschaft überlegen sind. Allerdings haben auch zielgruppenspezifische Modelle Nachteile, wie höhere Entwicklungsaufwendungen, und sie können nicht erklären, warum Zielgruppenunterschiede bestehen. Als Konsequenz wird die Entwicklung differenzierter allgemeiner Modelle als vielversprechend angesehen, die die Vorteile allgemeiner und zielgruppenspezifischer Ansätze miteinander verbinden.
Schlagworte:Betriebliches Umweltverhalten Interdisziplinarität Nachhaltiges Management
Abstract:Can general theories of environmental psychology be applied to explain ecological behavior in business and to design respective interventions or are target group specific models better for these purposes? This question is discussed based on the summarized qualitative and quantitative results of three interlinked interdisciplinary projects, which were part of the collaborative research center SFB 522 "Environment and Region" funded by the German Research Foundation. Analyzed target groups in these studies are (1) company decision makers representing companies from the metal, automotive, wood and food industry, (2) house owners and (3) architects. The results show, that target specific models are superior to general models in respect to explaining ecological behavior in business and to designing respective interventions. However, target specific models have disadvantages too, e.g. they require more developmental costs and cannot explain why there are differences between different target groups. As a consequence it seems promising to develop differentiated general models, which combine the advantages of general and target group specific approaches.
Keywords:Ecological Interdisciplinarity Organizational Behavior Sustainable Management


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© 2024 Zeitschrift Umweltpsychologie, ISSN 1434-3304
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