Artikeldetails


Schwerpunkt: Öffentliche RäumeMalte Schophaus & Sylvia Kruse (2003),
Permanente Temporarität: Brachflächennutzung als Potential für den öffentlichen Stadtraum.
Umweltpsychologie 7(1), 6-22.
Dieser Artikel wurde in deutsch verfasst.
Zusammenfassung:Die Nutzung von Brachflächen bietet ein ungenutztes Potenzial für die Schaffung öffentlichen Stadtraums. Aufgrund des begrenzten Zeitraums, für den Stadtflächen üblicherweise brach liegen, können diese Räume immer nur temporär von der Öffentlichkeit genutzt werden. In diesem Artikel wird die Frage diskutiert, wie trotz zeitlicher Befristung die Brachflächennutzung zur nachhaltigen Entwicklung öffentlicher Stadträume beitragen kann. Dazu wird zunächst anhand der stadtplanerischen Debatte das Verhältnis zwischen Brachflächen und öffentlichem Raum, anschließend das scheinbar widersprüchliche Verhältnis zwischen temporärer Nutzung und nachhaltiger Entwicklung erörtert. Anhand von Fallstudien des EU-Forschungsprojektes "Urban Catalyst" werden Bedingungen verdeutlicht, die eine nachhaltige Brachflächennutzung ermöglichen: Durch den Aufbau sozialer Netzwerke können einzelne temporäre Nutzungen auf wechselnden Flächen zu einer langfristigen Nutzungskette verbunden werden. Dieses Konzept der "permanenten Temporarität" bietet neue Lösungsmöglichkeiten für eine nachhaltige Stadtentwicklung.
Schlagworte:Brachfläche Nachhaltige Stadtplanung Temporäre Nutzung Öffentlicher Raum
Abstract:The use of urban residual space offers a potential for the creation of public space in cities. Due to the limited time urban wastelands normally stay vacant, these spaces can only be temporarily used by the public. In this article we discuss the question how the use of urban wasteland can - despite of their limited duration - contribute to the sustainable development of urban public spaces. First we discuss the relation between urban wastelands and public space along the urban planning debate. Then the relation between temporary use and sustainable development - which seems contradictory at first sight - is discussed. On the basis of case studies from the EU research project "Urban Catalyst" we explain conditions which make a sustainable use of wastelands possible. By means of the development of social networks singular temporary uses on changing sites can be connected to a continuing string of uses. This concept of "permanent temporariness" offers new solutions for sustainable urban development.
Keywords:Residual Space Sustainable Urban Planning Temporary Use Urban Public Space


Zum Inhaltsverzeichnis

Aktuelle Ausgabe

Aktuelle Ausgabe: Rebound-Effekte

Suche

© 2024 Zeitschrift Umweltpsychologie, ISSN 1434-3304
Impressum | Kontakt