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Nachhaltiger Konsum
Das Konzept „Nachhaltiger Konsum“ steht im engen Zusammenhang mit der Diskussion um eine Nachhaltige Entwicklung und geht zurück auf die so genannte „Rio-Konferenz“ im Jahre 1992. Unter dem Titel „Veränderung von Konsumgewohnheiten“ wurde bereits vor über fünfzehn Jahren gefordert sich gezielt mit nicht nachhaltigen Produktionsweisen und Konsumgewohnheiten auseinanderzusetzen und Strategien zu ihrer Veränderung zu entwickeln. Im Jahre 2006 konstatierte das BMBF allerdings, dass „trotz umfangreichen Wissens hinsichtlich der Notwendigkeit nachhaltiger Konsummuster und einer breiten Maßnahmenpalette im Bereich der Verbraucheraufklärung (…) es bisher aber kaum gelungen (sei), einen generellen Trend in Richtung (eines) nachhaltigen Konsums zu bewirken“.
Vor dem Hintergrund dieser Problemlage: Einerseits ist das Konzept vertraut und etabliert – andererseits fehlt es an der Entwicklung und Umsetzung von Strategien zur Förderung eines nachhaltigen Konsums – möchte die Zeitschrift Umweltpsychologie dem Bereich „Nachhaltiger Konsum“ ein Themenheft widmen. Das HerausgeberInnenteam lädt zur Einreichung von Beiträgen aus unterschiedlichen disziplinären und methodischen Blickwinkeln ein, die sich allgemein oder spezifisch (z.B. mit bestimmten Aspekten eines nachhaltigen Konsums, mit bestimmten Handlungsfeldern oder Zielgruppen) mit dem Thema befassen. Sowohl theoretische Arbeiten (etwa zur Begriffsklärung) als auch empirische Arbeiten (z.B. zur Anwendung bestimmter Erklärungsmodelle oder Interventionsformen) sind willkommen.
Folgendes Spektrum an Themenstellungen ist denkbar:
- Begriffsklärung (was ist Nachhaltiges Konsumverhalten?)
- Erfassung/Messung eines nachhaltigen Konsumverhaltens
- Erklärungsmodelle
- Förderungsansätze
- Nachhaltiger Konsum in verschiedenen Zielgruppen (Jugendliche, LOHAS, Ältere)
- Nachhaltiger Konsum in verschiedenen Handlungsfeldern (z.B. Mobilität, Ernährung, Energie) und Settings (Haushalt, Schule, Arbeitsplatz)
- Besondere Herausforderungen, die mit dem Konzept verbunden sind (Komplexität, "simultane" Verfolgung verschiedener Zielkriterien, normative "Aufladung")
Die Manuskripte durchlaufen das reguläre Begutachtungsverfahren der ‚Umweltpsychologie‘ (Peer Review). Sie sollten spätestens bis zum 30.11 2009 bei der Redaktion eingereicht werden. Informationen zur Manuskriptgestaltung und die Redaktionsadresse finden Sie hier. Bei inhaltlichen Fragen wenden Sie sich bitte an die betreuenden HerausgeberInnen des Schwerpunkts: Andreas Homburg (homburg@hs-fresenius.de) oder Ellen Matthies (ellen.matthies@rub.de).
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