Artikeldetails


Schwerpunkt: Städtische Räume und ihre NutzungChristina Kelz & Kathrin Röderer (2014),
Adolescent’s memorized drawings of their window views as a measure of exposure to nature - a pilot study in a rural area
(Der aus dem Gedächtnis gemalte Blick aus dem Fenster als Maß für Naturkontakt von Jugendlichen – eine Pilotstudie im ländlichen Raum).

Umweltpsychologie 18(2), 53-66.
Dieser Artikel wurde in englisch verfasst.
Zusammenfassung:Personen, die in Gegenden mit viel Natur in unmittelbarer Umgebung leben, haben eine bessere geistige und körperliche Gesundheit als Menschen in urbanen Gegenden. Diese positiven Effekte können nicht nur durch den Aufenthalt in der Natur erreicht werden, sondern auch durch den Blick aus dem Fenster in die Natur erlebt werden. Nur wenige Studien untersuchen die Zusammenhänge zwischen Fensterausblicken in die Natur bei Kindern und Jugendlichen, diese zeigen aber ähnliche positive Ergebnisse wie bei Erwachsenen. In der vorliegenden Studie wird eine Methode vorgestellt, die den zeichnerisch dargestellten, aus der Erinnerung abgerufenen Fensterausblick von Jugendlichen als Maß für den Kontakt mit Natur erhebt und die positiven Auswirkungen der Natur auf physische Gesundheit untersucht. Dazu wurden 129 gesunde Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren gebeten, aus dem Gedächtnis den Fensterausblick aus jenem Raum zu zeichnen, in dem sie zu Hause die meiste Zeit verbringen. Anhand dieser Zeichnungen wurde der Naturanteil im Fensterausblick ermittelt und mittels Fotografien desselben Fensterausblicks validiert. Die Ergebnisse zeigen, dass Jugendliche mit einem sehr hohen Naturanteil im Fensterausblick (höchstes Quartil verglichen mit den drei niedrigeren Quartilen) signifikant bessere Blutdruck- und Herzratenwerte haben. Diese Methode stellt daher eine einfache und valide Möglichkeit dar, den Naturanteil im Fensterausblick von Jugendlichen zu erheben. Die Studie repliziert frühere Ergebnisse bezüglich der positiven Zusammenhänge zwischen Naturausblicken und Aspekten von Gesundheit. Die Autorinnen empfehlen daher, insbesondere in urbanen Gebieten mehr Natur zuzulassen.
Schlagworte:Fensterausblick Gesundheit Jugendliche Natur Stadtplanung Umweltwahrnehmung
Abstract:People living in areas with a high amount of nearby nature show a better mental and physical health compared to people living in urban areas. These positive effects cannot only be achieved by spending time in nature but can also be experienced by viewing nature through a window. Studies investigating the effects of window views into nature in children and adolescents are rare, but have shown similar positive results as for adults. In the present study a new method is presented determining adolescent’s memorized drawings of their window views as an indicator of exposure to nature and investigating prior positive results on nature exposure on physical health. For this purpose, 129 healthy adolescents between 13 and 15 years were asked to draw the view from the room’s window they spent the most time in when being at home from memory. The amount of nature in each window view was determined from the drawings and validated using photographs of the same window view. The results indicate that adolescents with a very high amount of nature in the window view (highest quartile compared to the three lower quartiles) show significantly lower blood pressure and heart rate values. Thus, the new method is an easy and valid way to assess the amount of nature in adolescents’ window views. The study replicates previous findings on the beneficial effects of views into nature on different health aspects. The authors recommend implementing more nature into urban planning.
Keywords:Adolescents Environmental Perception Health Nature Urban Planning Window View


Zum Inhaltsverzeichnis

Aktuelle Ausgabe

Aktuelle Ausgabe: Aktuelle Arbeiten aus Forschung und Praxis

Suche

© 2019 Zeitschrift Umweltpsychologie, ISSN 1434-3304
Impressum | Kontakt