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Nicola Moczek & Riklef Rambow (2009),Besucherlenkung am Oderteich im Nationalpark Harz.
Umweltpsychologie 13(1), 121-137.
| Zusammenfassung: | Der Aufenthalt von Erholung suchenden Menschen in besonders sensiblen Schutzgebieten erzeugt Konflikte mit den Zielen des Naturschutzes. Daher sind effektive Lenkungsmaßnahmen unumgänglich. Im Rahmen einer umweltpsychologischen Beratung wurden psychologische Empfehlungen für die Optimierung der Lenkungsmaßnahmen am Oderteich im Nationalpark Harz erarbeitet. Dazu wurde zunächst mit Hilfe einer empirischen Untersuchung geklärt, wodurch diese Übertretungen verursacht wurden. Neben Experteninterviews wurden verdeckte Verhaltensbeobachtungen (N = 81) und eine Besucherbefragung (N = 127) durchgeführt. In der Befragung wurden insbesondere das Informationsverhalten der Besucher, ihre Einstellung zu und ihr Wissen über Nationalparks, ihre Regelakzeptanz sowie ihre Bewertung der vorhandenen Wege und Angebote erfasst. Die Ergebnisse zeigen, dass die Übertretungen den Besuchern und Besucherinnen überwiegend nicht oder kaum bewusst sind, und somit nur selten eine Folge mangelnder Regelakzeptanz darstellen. Uneindeutige Lenkungshinweise in Verbindung mit attraktiven Sichtreizen lenken ab und führen zur unwillentlichen Übertretung. Gemeinsam mit der Nationalparkleitung, den Rangern und Forstwirten wurde daraufhin ein gestaffeltes System von Informations- und Lenkungsmaßnahmen entwickelt und in der Folge umgesetzt. |
| Schlagworte: | Besucherlenkung Nationalpark Regelakzeptanz Schutzzone |
| Abstract: | The presence of visitors looking for relaxation and experience in highly sensitive nature reserves stnads in conflict with the goals of nature conservancy. Effective directional measures are therefore inevitable. As part of an environmental psychological consulting process recommendations for the optimization of directional measures at the Oderteich in the Harz National Park were developed. In an empirical investigation, the actual reasons for existing violations were identified. Expert interviews were combined with covered behavioral observation (N = 81) and visitor interviews (N = 127). The interviews focussed especially on informational behavior, attitudes and knowledge on National Parks, acceptance of rules, and the evaluation of existing paths and additional offers. The results show that most of the violations happen rather unconsciously. Consequently, they can not be considered as the result of a lacking acceptance of rules. Ambiguous signage for orientation, in connection with attractive visual stimuli lead to distraction, and in consequence to unvoluntary violation. Together with the management of the National Park, with the rangers and the forestry officials, a graded system of informational and directional measures was developed and – at least partially – implemented. |
| Keywords: | Acceptance Of Rules Direction Of Visitors National Park Protect Zone |
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